Dienstag, 6. September 2011
Sonntag, 4. September 2011
(b)logbuch X - crimea&balaklava
Folgende Ereignisse sind für mich exemplarisch fürs Reisen: Aufstehen, Schlafsack und div. andere Sachen raushängen (und draußen hängen lassen weil blauer Himmel) und ich schmiere mich zum ersten Mal auf der Reise schon in der Früh mit Sonnencreme ein. Es folgt ein Trip nach Balaklava, dort hab ich die ehemalige U-Boot.Basis besucht die einem 007 entsprungen sein könnte zusammen mit 4 britischen Teilnehmern der Mongolrally.
Draussen also Sonne, ich unter Tage:
Beim Höhle verlassen kamen die ersten Regentropfen die sich meinem Ausflug nach Jalta entgegenstellten. Also ohne Regenzeug schnell durch den Regen zurück zum Zelt; bis auf halber Strecke die Zündkerze dem ganzen Wasser nichts mehr entgegen zu setzen hatte und mich zum Warten verdammte. Die Regenwand vor mir war nicht gräulich sondern weiß, dachte zuerst dass sei eine Wolke, hab sowas bisher nicht mal im Monsum erlebt. Also warten bis besagte Wand über mich hinwegzieht, im Kopf ständig mein wegschwimmendes Zelt und mein durchnässter Schlafsack. Und trotzdem: Nach 20 Minuten Freiluftsenkrechtschwimmbad konnte ich zurück, und mein Zelt noch trocken da der danebenstehende Baum das Wasser umleitete. Mein Schlafsack wurde von meinem Nachbarn Erik in Sicherheit gebracht, der mir dann zum Aufwärmen und Trocknen Wodka, Wurst und rohe Eier gab. Ich war eine Stunde später so aufgewärmt dass mir das Gehen schwerfiel und der Weg runter zum Plumpsklo ein sehr steiler wurde.
Interessant war auch folgendes: der Parplatz unter dem Campingplatz galt zuerst als sicher, gleich in der 1. Nacht jedoch wurden dort 2 Autos aufgebrochen. Daraufhin wurde mir empfohlen mein Moped auf einem abgesicherten Parkplatz in der Nähe abzustellen. Als ich 3 Tage später gerade weiterfahren wollte, sah ich einen neuen Audi A6 mit geschwärzten Scheiben auf besagtem Parkplatz. Der Betreiber des Campingplatzes kam runter, ein stämmiger, teuer gekleideter Mann stieg aus dem Auto aus, und es wurden ein paar knappe Worte gewechselt und ein dickes Kuvert überreicht. Bei der Beurteilung solcher Situationen schwank ich meist zwischen sensationsgeiler Paranoia und zwecksoptimistischer Naivität...
Samstag, 3. September 2011
Donnerstag, 1. September 2011
(b)logbuch VIII - 2sevastopol&abitfurther
Am Weg nach Sevastopol wieder in Truckerhotel übernachtet: Preisverhandlungen mit Stift und Papier; ich konnte:
- den viel zu hohen Anfangspreis etwas runterhandeln und dabei noch eine Suppe und ein Bier rausschlagen
- im Anschluss erklären leider nicht mal dafür genug ukrainische Hrvna dabeizuhaben und damit nochmal 10% sparen
- und trotzdem noch viel zu viel bezahlen.
- den viel zu hohen Anfangspreis etwas runterhandeln und dabei noch eine Suppe und ein Bier rausschlagen
- im Anschluss erklären leider nicht mal dafür genug ukrainische Hrvna dabeizuhaben und damit nochmal 10% sparen
- und trotzdem noch viel zu viel bezahlen.
Und nach 11 Stunden am Bike und mehr als 35° war das:
...wahre Schönheit :)
Sevastopol, wahnsinnige Lage der Stadt, bis 1991 eine geschlossene Stadt und seitdem wenig verändert worden; man weiß nicht ob man den Klassizismus, das Meer oder den pompösen Sowjet.Mief mehr riecht. Geopolitisch ist die Stadt noch immer wichtig und daher umstritten.
Es war Freitag, natürlich kein Bett mehr frei. Beim rumsuchen wenigstens die Stadt etwas anschauen können, weitergefahren und Campingplatz im Berg gefunden. 4 h/d Strom, sanitäre Einrichtungen wie beim Pfadfinderlager und diese Aussicht:
Dienstag, 30. August 2011
(b)logbuch VII - chisinau2odessa
Die Bushaltestellen in Moldawien, der Ukraine und Russlands, auch mitten in der Pampa der diversen Tiefebenen weitab von städtischer Struktur, sind alles kleine Mosaik-Kunstwerke, wenn auch manche davon (aber nicht viele) schon etwas abgenutzt erscheinen. Die Motive werden aus der näheren Umgebung bezogen, in diesem Fall ist das auch sehr offensichtlich:
- eine kurze Geschichte der Bushaltestellen, ein Bsp. für sowjetische/s (Alltags)Kunst(Verständnis) -
Zurück zum Schwarzen Meer. Den transnistrischen Behörden ausweichend weiter in die Ukraine. An der Grenze wieder viele Checkpoints sowie Wiener Polizisten mit Frontex.Armbinde und insgesamt ein Grenzprozedere, dass in mir Kindheitsurlaubsserinnerungen weckt – Schengen sei Dank - sowie eine Küstenstraße nach Odessa.
Wiedermal am Meer ankommen, und wieder schön. Dass das aber auch nie langweilig wird...vielleicht liegts daran, dass es eine der natürlichsten und elementarsten Grenzerfahrungen ist, ähnlich dem Ankommen auf einem Berggipfel. Schade, dass das Anrennen gegen eine Wand nicht ähnliches erzeugt.
Das Ankommen in Odessa war holprig, der McDonald's hatte hier kein WIFI, daher erstmal ein Cafe mit www.Zugang finden. Die ersten 6 Bankomaten verweigerten mir alle das für einen Cafe benötigte Geld, auch die Wechselstuben waren zu; mein GPS zeigte Straßennamen nur in kyrillisch dessen ich immer noch nicht mächtig war und dunkel wurde es auch schon. Dann aber Geld, Internet und freies Hostel, dessen Auffinden aber durch komplett fehlende Ausschilderung an besagter Adresse etwas erschwert wurde. Und dann war da doch kein Bett mehr frei trotz gegenteiliger Information am Telefon; Sehr arm schauen und erklären 'man schlafe auch auf dem Boden, man brauche doch nur ein Dach für eine Nacht' hat mir dann doch ein Bett ermöglicht, die dort arbeitenden Mädels teilten sich dafür eins.
In der Nacht dann auf einmal Wimmern in meinem 10-Bett-Zimmer. Zuerst dachte ich es seien Alpträume eines Gastes; es wurde jedoch einem anderen Traveller (auch aus Ö) auf offener 2 mal der Kiefer gebrochen; obwohl auf der Strasse andere Leute waren. Eine Anzeige erübrigte sich als er und seine 2 Mitreisenden erfuhren, dass der Schläger wahrscheinlich ein Zivilpolizist war. Dann wurden diese beiden (der Verletzte war bereits in Kiew in einem Spital) am nächsten Tag auch noch von 2 Typen durch die Stadt gejagt...warum ziehen manche Leute sowas einfach an?
Odessa sonst wirklich eine Perle: detailreiche Architektur, große Geschichte, toller Flair und unbeschreiblich schöne Frauen. Traurig dass so etwas fast zwangsläufig zu Sextourismus und allen seinen brutalen Begleiterscheinungen führt (hier u.a. die höchste HIV.Rate in ganz Europa, von Frauenhandel ganz zu schweigen) und somit doch ein Schatten über dieser Stadt hängt.
- and no, i didn't follow the white rabbit -
Montag, 29. August 2011
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